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FJÄLLBACKA

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Fjällbacka verdankt seinen Namen dem steilen ”Veddeberget, oder auch ”Fjället”, der das Fischerdorf mit einer Höhe von 76 m ü.d.M. überragt. Der Name Veddeberget (oder Vetteberget) geht zurück auf das altnordische Wort ”viti” (Zeichen), das sich auf den Steinhaufen auf dem Gipfel bezieht, der in alten Zeiten als Seezeichen, ”Vedde”, diente.

Kungsklyftan” (die Königsschlucht) ist eine große Schlucht, die den Vetteberget teilt. Sie wird die ”Königsschlucht” genannt, seitdem König Oscar II. im Jahre 1887 Fjällbacka besuchte und seinen Namen dort am nördlichen Zugang in den Felsen einschrieb. Zuvor nannte man sie ”Ravneklåvan” nach den Raben (altskandinavisch > ravn = Rabe), die sich dort aufhielten. Man gelangt dorthin entweder vom Ingrid Bergmans Torg oder von dem Ortsteil Håkebacken. Ein Fußweg führt durch die ganze Schlucht. Auf der Håkebacken – Seite gelangt man über eine Holztreppe auf den Vetteberget, von dem man eine atemberaubende Aussicht über den gesamten Archipel mit seinen unzähligen kleinen Inseln, den Schären, hat. Ein markierter Wanderweg (Vettebergleden), ca. 1,3 km lang, führt süd-ostwärts über den Berg hinab in den östlichen Teil von Fjällbacka.

Geschichte

Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit

Der Anfang der Besiedlung lässt sich bis in das Steinzeitalter zurückverfolgen. Siedlungsspuren wurden am südlichen Teil des Vettebergets gefunden. Grabsetzungen in Form einer Steinpyramide aus der Bronzezeit (ca. 1500 v.Chr.) findet man auf verschiedenen Bergrücken. Die größte befindet sich auf der linken Seite am Weg nach Sälvik, kurz oberhalb der Strasse Terassgatan. Diese Grabsetzung hat einen Durchmesser von ca. 40 Metern. Man geht davon aus, dass es sich hier um die Grabstätte eines bedeutenden Stammesführers und seiner Familie handelt. Die Felszeichnungen von Tanum / Vitlycke stammen aus derselben Zeit. In der Nähe vom Ortsteil Mörhult (Mörhults Moar) hat man Grabstätten aus der Eisenzeit gefunden (ca. 0-375 n. Chr.)

Vom Mittelalter bis ins Jahr 1658

gehörte die Provinz Bohuslän zu Norwegen. Der König ”Håkon der Gute” regierte im 12. Jahrhundert Norwegen. Der König befahl auf den Berggipfeln entlang der Küste Scheiterhaufen aufzuschichten und sie in Kriegszeiten anzuzünden. Dieses Signalsystem konnte eine Botschaft innerhalb von sieben Nächten von Kungälv im südlichen Bohuslän nach Hålogaland im nördlichsten Norwegen übermitteln.

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Kleine farblose Hütten

Bauern aus der Umgebung bauten die ersten Häuser in Fjällbacka. Es waren kleine graue Hütten aus dem 16. Jahrhundert, in denen man wohnen konnte, um dem Fischfang im Sommer und Herbst nachzugehen, wenn die Ernte eingebracht worden war. Diese einfachen Häuser waren  aus rohem unbehauenem Holz, die Wände waren teilweise geteert und ohne Farbanstrich, die Dächer waren mit Stroh gedeckt oder mit Torf belegt und die Fußböden waren aus gestampftem Lehm. Das alte Bootshaus Alene, in der Nähe der Steinbrücke nach Badholmen, ist ein Beispiel für die Bauweise der damaligen Zeit.
Als die Menschen zu etwas mehr Wohlstand kamen, wurden größere Häuser gebaut; zunächst nur ein Raum und Küche, später ”Doppelhäuser mit drei Räumen und Küche. Die ersten Häuser wurden zu der Zeit in Falunrot angestrichen, später dann mit hellen Farben – mit weißer oder gelber Ölfarbe. Die Dächer wurden mit Dachpfannen eingedeckt und größere Fenster wurden eingebaut. Balkons und Veranden wurden später angebaut. Das kleine rote Haus (”Base-huset”) in der Norra Hamngatan ist eines der ältesten noch erhaltenen Häuser und wurde am Ende des 17. Jahrhunderts erbaut.

Gamla Telegrafen (altes Telegraphenamt und Poststation bis ca. 1970) in der Södra Hamngatan wurde 1807 von einem Seekapitän erbaut. Die Schriftstellerin Hilma Angered-Strandberg, verbrachte hier einen Teil ihres Lebens. 1887 schrieb sie hier das Buch ”Västerut” (Westwärts) – eine Sammlung von Kurzgeschichten mit Motiven aus dem täglichen Leben Fjällbackas dieser Zeit. In Fjällbacka traf sie den Künstler Hjalmar Angered, der Mitglied der damaligen Künstlerkolonie war und gemeinsam emigrierten sie in die USA. Sie verfasste dort mehrere Novellen die das Schicksal von schwedischen Emigranten beschrieb. Nach einigen Jahren in den USA kehrte sie wieder nach Schweden zurück.
Andere Künstler wurden ebenfalls von der reizvollen Lage und einzigartigen Atmosphäre Fjällbackas angezogen. Unter den Künstlern befand sich u.a. Alfred Wahlberg. Wahlberg’s monumentales Original-Gemälde ”Fjällbacka im Mondschein” kann im Kunstmuseum in Göteborg besichtigt werden. Eine Kopie dieses Bildes hängt im Gebäude des Fjällbackaservice .

Ortsteile

Oxnäs ist die schmale Landzunge von der die Steinbrücke die Verbindung zur ehemaligen Insel “Badholmen” herstellt. Hier auf Oxnäs siedelten im 17. Jahrhundert die ersten Fischer. Hier findet man ebenfalls die Steinklippe, ”Vadhällan, die von den Fischern zum Trocknen ihrer Netze benutzt wurde.
Badholmen wurde früher auch “Fiskholmen” genannt und war zu der Zeit eine Insel, die mit einer Holzbrücke mit dem Festland verbunden war. Diese Brücke wurde später durch einen neuen Steindamm ersetzt, um auch ein besser geschütztes Hafenbecken zu bilden.1925 wurde hier das erste ”Varmbadhuset (Badehaus) erbaut.

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Im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Fischerdorf von Oxnäs aus und dehnte sich in Richtung “Framstranden“ (Strandnähe) aus, dann weiter in Richtung in das Gebiet um ”Backen” (der Hang). Die beiden Ortsteile waren durch eine enge, schmale Straße verbunden, die ”Hällesporten” genannt wurde, und mit einem Tor verschlossen war, um zu verhindern, dass grasendes Vieh in das Zentrum des Ortes kommen konnte. Der Ortsteil ”Håkebacken” wurde erst ab 1930 besiedelt.
Södra Hamngatan war in früherer Zeit ein offener Strand mit einem einfachen Fußweg. Zur Straße ausgebaut wurde dieser Weg erst um ca. 1950. Ab etwa 1880 wurden viele der Fußwege mit Feldsteinen gepflastert. Um die Jahrhundertwende wurden die Straßen dann mit behauenen Steinen gepflastert. Leider wurde diese Pflasterung in späteren Jahren dann mit Asphalt überzogen.
Mörhult, ein wenig nördlich von Fjällbacka gelegen, ist ein kleines idyllisches Fischerdorf in ungefähr dem gleichen Alter wie Fjällbacka. Hier siedelten die ersten Fischer am Beginn des 17. Jahrhunderts.
Sälvik (die Seehundbucht). Der Name leitet sich ab aus der Tatsache, dass hier in früherer Zeit Seehunde gelebt haben. Hier findet man ebenfalls einen Campingplatz und einen guten Badestrand.
Källvik, wurde erst um 1950 entwickelt und bebaut.
Sumpan, (der Name weist darauf hin, dass es sich hier um ein sehr feuchtes Wiesengebiet gehandelt hat), wird das Gebiet zwischen der Bushaltestelle und dem Lebensmittel Super Markt genannt.
Falkeliden, wird das ”neue” Wohngebiet östlich der Benzinstation und der Bushaltestelle genannt.
Kullen, heißt das südlich des Vetteberget gelegene Wohngebiet. Das neueste erschlossene Siedlungsgebiet ist  oben auf der südlichen Seite des Vetteberget.

Schulen, die Kirche und Windmühlen

Die Kyrkskolan (Kirchschule) nahe der Kirche gelegen, wurde 1876 erbaut, dank einer Stiftung eines ansässigen Kaufmanns (J.Lerén). Ein alter Soldat hatte vorher in unregelmäßigem Rhythmus den Schulunterricht in Privathäusern abgehalten. 1904 wurde eine neue Schule auf dem Håkebacken gebaut. Im Jahre 1992 wurden alle Schulaktivitäten in der neuen Schule im östlichen Ortsteil von Fjällbacka zusammen geführt.
Die Kirche (Lutherisch) wurde 1892 aus rotem Bohusgranit erbaut, der vor Ort gebrochen worden war. Der Blick vom Kirchberg ist außergewöhnlich reizvoll und bietet eine Aussicht über die gesamte Bucht. Der Architekt, Adrian Peterson, entwarf und baute an die zwanzig Kirchen entlang der Westküste – alle im neugotischen Stil.
Im Jahr 1992 wurde die Kirche einer grundlegenden Renovierung unterzogen. In den Jahren  2001-2002 wurde auch die Orgel renoviert.
Am 2. Mai 2009 wurde eine moderne  Skulptur  aus  sechs verschieden Sorten Granit und in Glas laminierten Aquarellen  vor der Kirche im Beisein der Künstler enthüllt. Die Skulptur wurde von den angesehenen Künstlern  Arne Isacsson (Aquarelle) und Pål Svensson (Stein) geschaffen. Hier befinden sich auch sechs Steinbänke, gefertigt aus dem gleichen Granit, der für die Skulptur verwendet wurde.
In früherer Zeit (18. Und 19. Jahrhundert) stand nördlich von der Kirche auf dem Kvarnberget eine Windmühle, zwei weitere Windmühlen befanden sich im südlichen Ortsteil Håkebacken und Oxnäs.

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Als der Fisch kam und ging
-Fischfang und Anchovis-

Fischfang war in früheren Jahren der ausschließliche Haupterwerbszweig in Fjällbacka. Die großen Heringsperioden (die zwei letzten: 1747-1808 und 1877-1896) waren von sehr großer Bedeutung – nicht nur für den Ort sondern auch für die ganze Westküste in Bohuslän. Es gab zu bestimmten Zeiten riesige Heringsschwärme, die bis in das Innere des Archipels kamen und mit den kleinen Booten leicht gefangen werden konnten. Es wurde viel Geld verdient in dieser Zeit. Doch dann gab es plötzlich einen Zeitraum von nahezu 70 Jahren, in dem praktisch kein Fischfang möglich war, da der Hering fast verschwunden war. Als die guten Zeiten des Fischfangs vorbei waren, fielen die Bewohner wieder in die Armut zurück.

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Auf der kleinen Insel Lilla Enerskär findet man noch heute einige alte Gestelle, die zum Trocknen der Fischernetze genutzt wurden, ebenso einige alte Bootsschuppen, die ca. 100 Jahre alt sind.
Während der Fischperiode von 1747 – 1808 befand sich auf der Insel auch eine Trankocherei, die Tran für die Beleuchtung herstellte – Trankochereien befanden sich auch in Källvik und auf verschiedenen anderen Inseln.
Das Tranöl wurde als Lederfett und ebenfalls  als „Heizöl“ verwandt. Aus alten Dokumenten ist bekannt, dass in Paris die Straßenbeleuchtung  mit Tranöl aus Fjällbacka  betrieben wurde.

Die letzte Heringsperiode dauerte von 1877 – 1896. Zu dieser Zeit wurde der Transport von gesalzenem Hering einfacher, da sich auch in der Zeit zwischen den beiden Heringsperioden eine neue Industrie entwickelt hatte. Fabriken begannen damit kleine Heringe zu salzen und zu kräutern. Man nannte sie ”Anchovis”. Diese Industrie entwickelte sich etwa um 1840 und wurde maßgeblich bestimmt von Gustaf Andersson (1815 – 1900). Man kann heute davon ausgehen, dass Fjällbacka der erste Ort in Schweden war, an dem “Anchovis“ hergestellt wurden. ”Fjellbacka-Delikatess-Ansjovis” wurden bis nach Südafrika auf Segelschiffen transportiert und dort zum Verkauf angeboten. 1873 wurde der Fjellbacka Ansjovis mit einer Silbermedaille auf der Fischereiausstellung in Berlin ausgezeichnet und 1878 kam in Paris auf der Weltausstellung noch eine Goldmedaille hinzu. Im Jahr 1871 gab es in Fjällbacka und Umgebung sieben verschieden Fabriken, in denen die Anchovis hergestellt wurden.
Als der Hering verschwunden war, passten sich die Fjällbacka Fischer den neuen Gegebenheiten schnell an. Sie fischten nun  auch Hummer, Austern,  Schollen und Heilbutt. Später kamen noch kleine Seekrebse / Kaisergranat (”havskräftor) hinzu. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts kaufte man englische Kutter, um Makrelen und Thunfisch vor Väderöarna und in der Nordsee zu fangen. 1930 wurden Trawler beschafft, um die Krabbenfischerei zu betreiben.

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Handel – Seefahrt – und Steinindustrie

Als im Jahr 1846 die Gesetze geändert wurden und Handel auch außerhalb der großen Städte erlaubt war, entwickelte sich Fjällbacka zu einem bedeutenden Handelszentrum. Es gab unzählige kleine Geschäfte, in denen sich die Landbevölkerung und Bauern mit den Sachen des täglichen Lebens versorgen konnten. Die Strassen waren am Anfang schmal und ungepflastert. 1870 begann man mit Feldsteinen als Pflasterung – heute noch in der Strasse Majorsbacken zu sehen. Ab 1900 wurden die Strassen mit behauenem Stein gepflastert, der dann später mit Asphalt überzogen wurde.
Vom Ende des 19. Jahrhunderts an wurde auch Vieh zum Verkauf angeboten und mit den nun regelmäßig verkehrenden Dampfschiffen, auf der Route Göteborg – Oslo, verschifft. Passagiere wurden ebenfalls befördert.
Am Ende des 19. Jahrhunderts begann mit der Stein-Industrie eine neue Ära der Industrialisierung. Granitblöcke wurden als Baumaterial für Repräsentativbauten benötigt. In Fjällbacka wurden allerdings vornehmlich Pflastersteine hergestellt. Die Schiffe wurden am Kai im Bereich ”Planarne” (am Ende der Norra Hamngatan) und ebenso am Kai Skäret (Skäret war früher eine kleine Insel) beladen. Die Schiffe segelten in verschiedene schwedische Städte, aber auch bis nach Europa und sogar nach Süd Amerika. Der Schriftsteller Evert Taube berichtete in einem Brief aus Buenos Aires ”….. selbst die Kaianlagen waren mit Steinen aus Bohuslän gepflastert.

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Am Zentralplatz, Ingrid Bergmans Torg, standen früher fünf grosse Warenhäuser aus dem 18. Jahrhundert  und auch ein Schiffsanlegeplatz befand sich hier ebenfalls. Seegehende Segelschiffe hatten Fjällbacka als Heimathafen. Später legten große Dampfschiffe hier an. Von hier wurde u.a. viel Hafer für die Droschkenpferde nach England exportiert. Zwei der ehemaligen  Lagerhäuser stehen bis heute noch an ihren alten Plätzen.
Im Park auf der anderen Seite des Kai befindet sich heute eine Büste der berühmten Schauspielerin Ingrid Bergman (1915-1982).

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Der große Brand – 1928

Am 12. Mai 1928 erlebte Fjällbacka einen stürmischen Tag. Ein verheerendes Feuer brach aus und 30 Wohnhäuser, viele Lagerhäuser und unzählige Bootshäuser fielen den Flammen im Bereich Framstranden zum Opfer. Durch die Sprengung einiger Häuser wurde verhindert, dass sich der Brand noch weiter ausdehnte. Die meisten Häuser in der Södra Hamngatan wurden später auf den gleichen Grundstücken wieder aufgebaut – viele davon größer und im modernen Stil.

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Die Schären ( Archipel )

Fjällbacka vorgelagert sind hunderte von kleinen Schären und Inseln. Viele von ihnen haben eine sehr reiche und interessante Geschichte. Die Inseln mit ihren Stränden und Klippen sind ein beliebter Ort im Sommer für Badende und Bootsleute. Während der letzten Jahrhunderte hatten sie hunderte von Bewohnern, die dort das ganze Jahr lebten wie z.B. auf den größeren Inseln Valö, Korsö, Hjerterö, Kalvö, Fläskö und Dyngö. Sie lebten dort vom Fischfang, Schiff-Fahrt und der Landwirtschaft.

Die kleine Schäre Gudmund, direkt vor Badholmen gelegen, hat der Überlieferung zur Folge, ihren Namen nach dem letzten katholischen Priester des Pastorats erhalten. Der Geschichte folgend soll das Boot mit dem Priester Hr. Gudmund an Bord auf die Klippe im Jahr 1536 aufgelaufen und gesunken sein.
Auf der Insel Stora Enerskär befindet sich ein Friedhof mit einem Gedenkstein für die Menschen, die in den Jahren 1834 bis 1859 an Cholera verstarben, samt einer Anzahl unbekannter Seeleute, die bis 1907 ertranken.
Im Sommer 1993 wurde ein Gedenkstein aufgestellt und ein Kreuz errichtet.
Stensholmen. Hier befindet sich ebenfalls ein Friedhof, auf dem die sterblichen Überreste der in der Skagerrakschlacht vom 31. Mai – 1. Juni 1916 gefallenen englischen und deutschen Seeleute beigesetzt sind. Der deutsche Schriftsteller Johann Kinau, genannt ”Gorch Fock, geboren 1880 in Finkenwerder / Elbe, wurde hier ebenfalls beigesetzt. Sein Buch ”Seefahrt ist not, das selbstbiografische Züge trägt, wurde auch verfilmt.

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Während der letzten Heringsperiode (1877-1896) befand sich auf der Insel Florö ein bedeutendes Handelshaus und eine berühmte Kneipe – wohl bekannt und mit eiserner Hand geführt von einer Frau, genannt ”Mutter Abela.
Väderöarna, etwa 8 Seemeilen (12-13 km) vom Festland entfernt, bilden eine eigenständige Inselgruppe. Sie wurde überwiegend als Lotsenstation benutzt. Viele Familien lebten hier draußen und sie hatten sogar eine eigene Schule mit regelmäßigem Unterricht. Heute ist die Insel nicht mehr ganzjährig bewohnt. Heute gibt es dort ein sehr bekanntes Gasthaus in einem der alten Gebäude auf Storön. Das alte Leuchtfeuer auf Väderöbod wurde durch einen modernen Leuchtturm ersetzt. Das alte Leuchtfeuer ist heute im lokalen Heimatmuseum Nestorsgården zu besichtigen – neben vielen interessanten Sammlungen alter Werkzeuge und landwirtschaftlichen Gerätschaften.

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Auf dem zentralen Platz im Ort dem ”Ingrid Bergmans Torg”, steht eine Büste der bekannten Filmschauspielerin (1915 – 1982) , geschaffen 1983 vom Bildhauer Gudmund Olovsson , die hier zusammen mit ihrem damaligen Mann, Lars Schmidt (1917-2009) einem angesehenem Theaterregisseur, ihre gemeinsamen Sommerferien auf der nahe gelegenen Insel Dannholmen verbrachten. Ingrid Bergmanns letzter Wunsch war das man ihre Asche vor Dannholmen  in das Meer streuen sollte – wie es dann auch geschah.  Lars Schmidt’s Asche wurde ebenfalls vor Dannholmen dem Meer übergeben.

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Fjällbacka heute

Heute leben etwa 1000 Einwohner das ganze Jahr in Fjällbacka. Eine große Zahl von Menschen lebt hier nur noch als “nicht permanente” Einwohner während der Sommermonate. Ebenso besuchen tausende von Touristen Fjällbacka im Sommer.
Es gibt ein bedeutendes Industrieunternehmen, Tetra Pak, (Teil eines weltweit operierenden Konzerns) und verschiedene kleinere Unternehmen. Einige Bewohner fahren täglich nach Tanum oder nach Uddevalla oder anderen nahe gelegenen Orten um ihren Beruf auszuüben.
Große Mengen von Hering und auch anderen Fischen gibt es nicht mehr, aber einige wenige Fischer leben noch vom Fischfang kleinerer Krebse und Hummer. Die großen Fischerboote, die früher in Fjällbacka beheimatet waren, sind fort. Stattdessen gibt es viele Küstenfischer mit kleineren Booten.
 

Neben der neuen Schule befindet sich das neue Gebäude des Fjällbackaservice mit einer Arztpraxis und Bücherei. Die Bücherei hat lesenswerte Literatur von u.a. Hilma Angered-Strandberg, ”Västerut”, Artur Uhrbergs  ”Skizzen von Väderöarna”, das Buch ”Kville Härad  und Alan Nordbloms  Bücher  ”Väderöarna”  und  ”Inomkärs”. Das Heimat Museum Nestorsgården ist in der Nähe der Schule zu finden. Nahe dem Ortszentrum befinden sich eine Apotheke und ein Super Markt für Lebensmittel. Im Ortszentrum finden Sie ein Hotel, eine Jugendherberge und verschiedene Restaurants.

Föreningen för Fjällbacka ( FFF ) ist Herausgeber  einer Druckschrift und des ”Fjällbacka-Bladet”, mit je einer Ausgabe im Sommer und Winter kontinuierlich seit 1956.  FFF hat ca. 1000 Mitglieder die es sich zur Aufgabe gemacht haben das Wirtschaftsleben zu entwickeln, die Traditionen und Kultur zu pflegen und die Natur zu bewahren. FFF beschildert in der Kommune  auch Häuser (”Hus med Historia”)  mit interessanter Geschichte.

Weitere Informationen sind auf der web-site www.fjallbacka.com zu finden (Google-Übersetzung möglich).